1. Die Top 5 Validierungsfehler bei SEPA-Lastschriften
Bankensysteme verarbeiten XML-Dateien streng automatisiert gegen formale XSD-Schemata. Schon ein einziges falsches Zeichen oder eine Rundungsdifferenz von einem Cent führt zur vollständigen Zurückweisung der gesamten Datei.
Die im Header (<GrpHdr><CtrlSum>) und im Zahlungsinformations-Block (<PmtInf><CtrlSum>) deklarierte Gesamtsumme muss centgenau der mathematischen Summe sämtlicher <InstdAmt>-Tags entsprechen. Schon Rundungsfehler durch Gleitkomma-Berechnungen in Tabellenprogrammen verursachen Abbrüche.
Jede IBAN enthält an Stelle 3 und 4 eine zweistellige Prüfziffer, die nach dem Modulo-97-Verfahren errechnet wird. Enthält die eingereichte Datei auch nur eine einzige IBAN mit einem Zahlendreher, verweigert der Bankserver die Ausführung des gesamten Sammelauftrags.
Der Text im Verwendungszweck (<Ustrd>) oder Namensfeld darf keine unmaskierten Sonderzeichen wie & (muss & lauten) oder < (muss < lauten) enthalten. Zudem sind Steuerzeichen oder Emojis unzulässig.
Das Einzugsdatum (<ReqdColltnDt>) muss zwingend ein TARGET2-Geschäftstag sein. Fällt der gewünschte Termin auf einen Samstag, Sonntag, Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai oder 25./26. Dezember, lehnen Sparkassen und Genossenschaftsbanken den Upload mit Datumsfehler ab.
Früher musste zwingend zwischen Erstlastschrift (FRST) und Folgelastschrift (RCUR) unterschieden werden. Zwar erlauben moderne Systeme bei CORE-Basislastschriften die Vereinheitlichung auf RCUR, doch bei einigen älteren Banking-Modulen führt ein unpassender Sequenztyp zu Warnungen.
2. Das XML-Gerüst einer pain.008.001.02 Datei im Detail
Eine konforme Lastschriftdatei gliedert sich immer in drei hierarchische Ebenen:
3. Checkliste vor dem Upload ins Banking-Portal
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