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Arbeitszeugnis Geheimcodes & Formulierungen: Alle Noten 1 bis 5 entschlüsseln

Im Arbeitszeugnis gilt das gesetzliche Wohlwollensgebot (§ 109 Abs. 2 GewO, Art. 330a OR). Arbeitgeber dürfen Arbeitnehmer nicht offen kritisieren. Die HR-Praxis hat daher einen verdeckten Zeugniscode etabliert: Hinter scheinbar freundlichen Formulierungen verbergen sich oft vernichtende Schulnoten oder versteckte Abmahnungen.

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Interaktive Geheimcode-Suche

Tippen Sie ein beliebiges Schlagwort aus Ihrem Zeugnis ein (z. B. „vollsten“, „stets“, „Geselligkeit“, „Pünktlichkeit“, „Bemühen“) oder filtern Sie nach Schulnoten:

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Typische Formulierung Schulnote Bedeutung im Klartext (HR-Code) Empfohlene Note-1-Korrektur

Die 5 goldenen Gesetze des Zeugniscodes

1 Die Zufriedenheitsformel (Temporal-Adverbien)

Das Wörtchen „stets“ oder „jederzeit“ entscheidet über eine ganze Schulnote. „Erledigte Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ ist eine 1. Fehlt das „stets“, fällt die Note sofort auf eine 2 ab. Fehlt auch noch „vollsten“ und es heißt nur „zu unserer vollen Zufriedenheit“, ist es nur noch eine glatte Note 3!

2 Die Hierarchie-Reihenfolge beim Sozialverhalten

Achten Sie penibel auf die Reihenfolge: Richtig ist „Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden“. Werden Kollegen vor Vorgesetzten genannt („gegenüber Kollegen und Vorgesetzten“), signalisiert dies mangelnden Respekt und Streit mit der Führungskraft.

3 Die Formulierung „Er war bemüht...“

Wer „stets bemüht war, den Anforderungen gerecht zu werden“, hat schlicht versagt. Jede Formulierung mit „bemüht“, „zeigte Verständnis“ oder „versuchte“ ist der offizielle Code für völlige Unfähigkeit (Note 5 oder 6).

4 Betonung von Selbstverständlichkeiten

Wenn im Zeugnis steht „Er war stets pünktlich und ehrlich“, klingt das zunächst positiv. In Wirklichkeit signalisiert es: Der Mitarbeiter hatte keine sonstigen nennenswerten Leistungen vorzuweisen.

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