Schweizer Steuerrecht 2026 Quellensteuerverordnung (QStV) & Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG)
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🇨🇭 Steueranalyse 2026: Zürich, Basel, Zug, Aargau & St. Gallen

Quellensteuer Schweiz 2026: Tarife, Kantonsvergleich & NOV

Wie viel Prozent Quellensteuer zieht der Schweizer Arbeitgeber ab? Der komplette Vergleich aller Kantone, die Tarife A, B, C und H sowie der lukrative Antrag auf nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV).

Die 4 zentralen Quellensteuertarife in der Schweiz

Die Quellensteuer wird in der Schweiz direkt monatlich vom Arbeitgeber einbehalten. Sie deckt die direkte Bundessteuer, die Kantonssteuer sowie die Gemeindesteuer ab. Maßgeblich für den Steuertarif sind Familienstand, Kinderzahl und Erwerbstätigkeit des Partners:

Tarif A Alleinstehende
Ledig, geschieden, getrennt lebend

Für Alleinstehende ohne unterstützungsbedürftige Kinder (A0 = ohne Kirchensteuer, A1 = mit Kirchensteuer).

Tarif B Verheiratet Alleinverdiener
Ehepartner erzielt kein Einkommen

Berücksichtigt den günstigen Splitting-Vorteil für Einverdiener-Ehen (z. B. B0, B1 bei 1 Kind, B2 bei 2 Kindern).

Tarif C Verheiratet Doppelverdiener
Beide Ehepartner arbeiten

Pauschaler Ausgleichstarif für Paare mit zwei Erwerbseinkommen. Hier lohnt sich die NOV besonders häufig!

Tarif H Alleinerziehende
Einelternfamilien mit Kindern

Entlastungstarif für Alleinerziehende, die mit minderjährigen Kindern im gleichen Haushalt leben.

Kantonsvergleich 2026: Wo zahlen Sie am wenigsten Steuern?

Weil die 26 Schweizer Kantone ihre Steuergesetze autonom festlegen, unterscheidet sich der Quellensteuerabzug bei identischem Bruttolohn massiv. Die folgende Tabelle vergleicht typische Jahresbruttogehälter von 100.000 CHF und 150.000 CHF (Tarif A0, ledig, ohne Kirchensteuer):

Kanton Quellensteuer bei 100k CHF Quellensteuer bei 150k CHF Steuerprofil & Charakteristik
🏆 Zug (ZG) ca. 6.800 CHF (6,8 %) ca. 12.300 CHF (8,2 %) Niedrigste Steuerbelastung im DACH-Raum. Tech- & Krypto-Hub.
Thurgau (TG) ca. 10.400 CHF (10,4 %) ca. 18.200 CHF (12,1 %) Sehr beliebter Bodensee-Kanton für Grenzgänger aus Konstanz/Singen.
Aargau (AG) ca. 11.200 CHF (11,2 %) ca. 19.300 CHF (12,9 %) Industrie- & Logistik-Kanton, direkt an der deutschen Grenze (Waldshut/Laufenburg).
St. Gallen (SG) ca. 11.800 CHF (11,8 %) ca. 20.100 CHF (13,4 %) Zentraler Arbeitskanton für Grenzgänger aus Vorarlberg (AT) und Lindau (DE).
Zürich (ZH) ca. 12.100 CHF (12,1 %) ca. 21.400 CHF (14,3 %) Wirtschaftsmotor der Schweiz. Hohe Löhne, moderates Mittelfeld bei Steuern.
Basel-Stadt (BS) ca. 13.500 CHF (13,5 %) ca. 24.200 CHF (16,1 %) Pharma-Hotspot (Roche, Novartis). Höherer Tarif als in Basel-Land.
📅 Wichtige Stichtags-Regelung

Nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV): Frist 31. März!

Seit der Quellensteuer-Reform haben in der Schweiz ansässige Personen mit B- oder L-Bewilligung sowie Grenzgänger mit Quasi-Ansässigkeit das Recht, eine Nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) zu beantragen (Art. 89a / 89b DBG).

⚠️ Ausschlussfrist bis 31. März des Folgejahres:

Der Antrag auf NOV muss zwingend bis zum 31. März (z. B. 31. März 2027 für das Steuerjahr 2026) beim zuständigen kantonalen Steueramt eingereicht werden. Diese Frist ist gesetzlich festgelegt und kann unter keinen Umständen verlängert werden!

Wann lohnt sich der Antrag auf NOV besonders?
🏦 Säule 3a & BVG-Einkäufe: Einzahlungen in die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a bis zum Maximalbetrag) sowie freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse reduzieren das steuerbare Einkommen 1:1.
🏠 Wochenaufenthaltskosten: Wer als Wochenaufenthalter in der Schweiz lebt, kann die Miete des Zimmers/Studios, Reisekosten und Mehraufwand für Verpflegung steuerlich absetzen.
📚 Weiterbildungskosten: Berufsorientierte Aus- und Weiterbildungskosten können bis zu kantonalen Höchstgrenzen (oft bis 12.000 CHF) geltend gemacht werden.
💳 Schuldzinsen & Unterhalt: Private Schuldzinsen (Konsumkredite) sowie Alimente und Unterhaltsbeiträge an geschiedene Partner/Kinder sind voll abzugsfähig.

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