Die 4 zentralen Quellensteuertarife in der Schweiz
Die Quellensteuer wird in der Schweiz direkt monatlich vom Arbeitgeber einbehalten. Sie deckt die direkte Bundessteuer, die Kantonssteuer sowie die Gemeindesteuer ab. Maßgeblich für den Steuertarif sind Familienstand, Kinderzahl und Erwerbstätigkeit des Partners:
Für Alleinstehende ohne unterstützungsbedürftige Kinder (A0 = ohne Kirchensteuer, A1 = mit Kirchensteuer).
Berücksichtigt den günstigen Splitting-Vorteil für Einverdiener-Ehen (z. B. B0, B1 bei 1 Kind, B2 bei 2 Kindern).
Pauschaler Ausgleichstarif für Paare mit zwei Erwerbseinkommen. Hier lohnt sich die NOV besonders häufig!
Entlastungstarif für Alleinerziehende, die mit minderjährigen Kindern im gleichen Haushalt leben.
Kantonsvergleich 2026: Wo zahlen Sie am wenigsten Steuern?
Weil die 26 Schweizer Kantone ihre Steuergesetze autonom festlegen, unterscheidet sich der Quellensteuerabzug bei identischem Bruttolohn massiv. Die folgende Tabelle vergleicht typische Jahresbruttogehälter von 100.000 CHF und 150.000 CHF (Tarif A0, ledig, ohne Kirchensteuer):
| Kanton | Quellensteuer bei 100k CHF | Quellensteuer bei 150k CHF | Steuerprofil & Charakteristik |
|---|---|---|---|
| 🏆 Zug (ZG) | ca. 6.800 CHF (6,8 %) | ca. 12.300 CHF (8,2 %) | Niedrigste Steuerbelastung im DACH-Raum. Tech- & Krypto-Hub. |
| Thurgau (TG) | ca. 10.400 CHF (10,4 %) | ca. 18.200 CHF (12,1 %) | Sehr beliebter Bodensee-Kanton für Grenzgänger aus Konstanz/Singen. |
| Aargau (AG) | ca. 11.200 CHF (11,2 %) | ca. 19.300 CHF (12,9 %) | Industrie- & Logistik-Kanton, direkt an der deutschen Grenze (Waldshut/Laufenburg). |
| St. Gallen (SG) | ca. 11.800 CHF (11,8 %) | ca. 20.100 CHF (13,4 %) | Zentraler Arbeitskanton für Grenzgänger aus Vorarlberg (AT) und Lindau (DE). |
| Zürich (ZH) | ca. 12.100 CHF (12,1 %) | ca. 21.400 CHF (14,3 %) | Wirtschaftsmotor der Schweiz. Hohe Löhne, moderates Mittelfeld bei Steuern. |
| Basel-Stadt (BS) | ca. 13.500 CHF (13,5 %) | ca. 24.200 CHF (16,1 %) | Pharma-Hotspot (Roche, Novartis). Höherer Tarif als in Basel-Land. |
Nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV): Frist 31. März!
Seit der Quellensteuer-Reform haben in der Schweiz ansässige Personen mit B- oder L-Bewilligung sowie Grenzgänger mit Quasi-Ansässigkeit das Recht, eine Nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) zu beantragen (Art. 89a / 89b DBG).
Der Antrag auf NOV muss zwingend bis zum 31. März (z. B. 31. März 2027 für das Steuerjahr 2026) beim zuständigen kantonalen Steueramt eingereicht werden. Diese Frist ist gesetzlich festgelegt und kann unter keinen Umständen verlängert werden!
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Prüfen Sie im Live-Rechner, wie viel Quellensteuer in Ihrem Arbeitgeberkanton abgezogen wird und wie viel Netto Ihnen nach Steuern verbleibt.